K.O.-Tropfen

Die gefährliche Droge im Glas.

 

K.O. Tropfen versetzen ihre Opfer in eine Art Dämmerzustand und machen es wehrlos und hilflos.

Sie werden von Tätern eingesetzt, um ihre Opfer sexuell zu missbrauchen, zu filmen oder zu vergewaltigen.

 

// Achte immer auf Dich, Dein Getränk und Deine Freund/innen! 

 

 „K.O.-Tropfen“

Unter dem Begriff „K.O.-Tropfen“ sind Substanzen zusammengefasst, die anderen Personen unbemerkt verabreicht werden, um sie in einen willen- und hilflosen Zustand zu versetzen und sie dann sexuell zu missbrauchen oder zu berauben. Die betroffenen Mädchen und Frauen aber auch Männer haben zum Verlauf der Tat zumeist nur bruchstückhafte oder gar keine Erinnerungen, was sie als zutiefst verwirrend und beunruhigend empfinden.

 

Das Tückische an K.O.-Tropfen ist:

  • Sie sind geruchs- und geschmacksneutral und weitgehend farblos.
     
  • Ihre Wirkung setzt nicht unmittelbar ein (Wirkungseintritt: ca. 10-20 min. nach Einnahme).

  • Oft wird ihre Wirkung mit zu hohem Alkoholkonsum verwechselt.
     
  • Bereits geringe Mengen können zu Willen- und Bewusstlosigkeit führen.
     
  • Sie setzten das Erinnerungsvermögen erheblich außer Kraft.

  • Sie sind für Täter_innen schnell und günstig zu bekommen.

  • Sie können je nach Wirkstoff nur 4 bis 72 Stunden im Körper nachgewiesen werden.

  • In Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen oder in hoher Dosierung sind sie besonders gefährlich und können sogar tödlich sein (Atemstillstand).

  • Wirkdauer: ca. 1,5 -3 Stunden
 

So schützt man sich und andere:

  • Die Getränke im Auge behalten!

  • Lieber neu bestellen, als ein Risiko eingehen!

  • Keine Getränke trinken, deren Zubereitung nicht einsehbar war!
     
  • Getränk schützen! Z.B. mit einem Bierdeckel.
     
  • Sofort Freund_innen Bescheid sagen, wenn Übelkeit oder Schwindel auftritt!
     
  • Aufeinander aufpassen und Warnzeichen erkennen!
     
  • Immer Freund_innen helfen, die viel getrunken haben!
     
  • Die Veranstaltung immer mit Freund_innen verlassen, nie mit flüchtigen Bekannten oder Fremden!

 

Opfer von K.O.-Tropfen geworden ?

Auch im Zweifelsfall:

  • schnellstmöglich Arzt (Uniklinik: Institut für Rechtsmedizin) oder Beratungsstelle aufsuchen!
     
  • Polizei einschalten!
     
  • Nicht alleine bleiben, mit Eltern oder Freun_innen sprechen!
     
  • Möglichst Anzeige erstatten, auch wenn Erinnerungslücken vorhanden sind oder der Täter nicht namentlich benannt werden kann!

 

Hilfsangebot

Bundesweites Hilfetelefon: 0800 116016

Polizei: 110

Institut für Rechtsmedizin Uniklinik Kiel: 0431-597 3600

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800 116116

Fachberatungsstellen in SH: www.lfsh.de